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Geld-Lexikon
Alles Wissenswerte über Geld von A-Z
a priori
von vornherein
Ablebensversicherung
Stirbt der Versicherte während der Laufzeit, zahlt die Versicherung die vereinbarte Summe an den Begünstigten. Erlebt der Versicherte das Ende der Laufzeit, zahlt die Versicherung nicht.
Aktien
(engl.: stock) = Beteiligungstitel, Wertpapier (begründet Eigentum am Unternehmen, Stimmrecht meist vorhanden)
Altersvorsorge
Jede Form der Vorausplanung für die Pension – Sparmaßnahmen, Pensionsversicherungen
Amortisation
Der Zeitpunkt, zu dem sich ein Anlageprodukt/ eine Investition samt Nebenkosten rechnet
Anleihen
Festverzinslichte Wertpapiere, die sowohl von Bund, Ländern oder Gemeinden aber auch von Unternehmen ausgegeben werden. Der Inhaber der Anleihe erwirbt keinen Eigentumsanteil, hat das Recht darauf, während der Laufzeit seine Investition zu dem festgesetzten Zinssatz verzinst zu bekommen.
Annuität
Rückzahlung eines Kredites in Raten. Die Rückzahlung (Zins und Tilgung) erfolgt meist monatlich, manchmal auch viertel-, halb- oder auch jährlich in regelmäßigen Raten (Pauschalraten).
Arbeitnehmerveranlagung
Die Lohnsteuer wird vom Staat so verrechnet, als würde man regelmäßig gleich viel verdienen. Wenn dies nicht der Fall ist (durch z.B.: Jobwechsel, unregelmäßigen Verdienst) kann Antrag auf Arbeitnehmerveranlagung gestellt werden. Die Steuer wird neu berechnet und es kann zu Steuerrückzahlungen kommen.
ATX
Österreichischer Aktienindex
Ausgabeaufschlag
Einmalige Gebühr, die beim Kauf von Fondsanteilen entrichtet werden muss.
Banken Run
Run auf die Banken = aus Angst vor einer Rezession stürmen die Anleger die Bank, um ihr eingelegtes Geld abzuheben.
Bankenverband
Interessensvertretung der Banken und Bankiers
Bankgeheimnis
Gesetzlich vorgeschrieben Verpflichtung der Finanzdienstleistungsunternehmen, Kundendaten (z.B.: Kontostand, Umsätze, Liquidität) vertraulich zu behandeln.
Bankomatkarte
Möglichkeit des bargeldlosen Zahlungsverkehrs. Karte, die mit dem Girokonto verbunden ist. Dient hauptsächlich für das schnelle Bezahlen direkt im Geschäft (mittels Bankomat Terminal) oder zum Geldabheben beim Bankomaten. Zahlungen werden sofort vom Konto abgebucht. (=Konto wird sofort belastet.)
Bärenmarkt
Allgemeiner Kursverlust – Kurse sinken (frz. Baisse). Warum Bärenmarkt? Der Bär schlägt mit seiner Pranke die Kurse von oben nach unten.
Basel III
Aktualisierung von Basel II. Strengere Restriktionen (strengere Eigenkapital- und Liquiditätsregeln) für Banken und Versicherungen.
Basiszinssatz
Gilt als gesetzliche Vorlage zur Berechnung der Zinssätze (für Sparen, Kredite, etc.)
Baugenossenschaft
Überbegriff für Wohnbaugesellschaften, die Genossenschaftswohnungen errichten, die meist von der öffentlichen Hand gesondert gefördert werden.
Bausparvertrag
Sparform, die mit einer Bausparkasse abgeschlossen wird. Neben einer zusätzlichen staatlichen Bausparprämie entsteht auch der Anspruch auf ein Bauspardarlehen der Bausparkasse. Die Bindungsfrist beträgt 6 Jahre.
BIC
Bank Identifier Code. International gültige Bankleitzahl. Wurde von der SWIFT (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication) bestimmt. Deshalb wird der BIC oftmals auch als SWIFT – Code bezeichnet.
Bilanz
Gegenüberstellung des Vermögens (Aktiva) und des Kapitals (Passiva) eines Unternehmens zu einem bestimmten Zeitpunkt (Bilanzstichtag).
BIZ
Bank für internationalen Zahlungsausgleich. Bank der Zentralbanken – die BIZ verwaltet die internationalen Währungsreserven.
BLZ
Bankleitzahl. Zu jeder Kontonummer gehört eine zugehörige Bankleitzahl. Man kann sie mit einer Postleitzahl vergleichen, die statt eines Ortes die zugehörige Bank eindeutig lokalisiert und identifiziert. So wie ein Brief ohne Angabe der PLZ nicht zum korrekten Empfänger geschickt werden kann, wird auch eine Überweisung ohne Angabe der korrekten BLZ nicht durchgeführt. (Die Bankleitzahl bezieht sich auf den nationalen Zahlungsverkehr.)
Bonität
Kreditwürdigkeit einer Privatperson / eines Unternehmens / eines Staates.
Börse
(engl. stock exchange) = Marktplatz für Finanzprodukte wie z.B.: Aktien, Optionen, Futures, usw.
Börsenkrach / Börsencrash
Enormer Verfall der Kurse an den Börsen innerhalb kurzer Zeit.
Broker
Wertpapierdienstleistungsunternehmen, Wertpapierhändler
Bullenmarkt
Allgemeiner Kursanstieg – Kurse steigen (frz. Hausse). Warum Bullenmarkt? Der Bulle schleudert mit seinen Hörnern die Kurse in die Höhe.
Bürge
Wenn man für einen Schuldner bürgt, haftet man gegenüber dem Gläubiger (z.B.: Kreditinstitut) für die Nicht-Einhaltung der Zahlungsverpflichtung des Schuldners. Manchmal ist ein Bürge für die Gewährung eines Kredits notwendig.
Controlling
Aus dem Englischen „lenken“, „steuern“. Unterstützung des Managements bei Planung, Steuerung sowie Kontrolle des Unternehmens.
Covered Bond
Fundierte Bankschuldverschreibung, eine Unterart des Pfandbriefes.
CSR
Corporate Social Responsibility. Durch CSR Aktivitäten zeigen Unternehmen ihr gesellschaftliches Engagement.
DAX
Deutscher Aktienindex
Defizit
Minus, Manko. Die Ausgaben übersteigen die Einnahmen.
Depot
Eigentlich ein Aufbewahrungsort für Wertgegenstände. Damit kann aber auch ein Konto (z.B. Wertpapierdepot) gemeint sein.
Disagio
Abschlagsgebühr. Wenn ein Kunde mittels Bankomatkarte an einem Terminal eine Zahlung durchführt, erhält der Bankomatbetreiber einen gewissen Prozentsatz der getätigten Transaktion. (=Disagio Gebühr)
Dividende
Gewinnbeteiligung, die eine Aktiengesellschaft an ihre Aktionäre auszahlt.
Dow Jones Index
Relevantester Börsenindex der USA. Er gibt die Entwicklung der 30 wichtigsten Aktien der US-amerikanischen Börse wieder.
Effektiv Zinssatz
Gibt die gesamten Kosten an, die für den Kreditnehmer insgesamt anfallen inklusive Zinsen (und Gebühren etc.)
Eigenmittel
Finanzielle Mittel, die zur Verfügung stehen. (Erspartes, Vermögen, etc.). Optimal wären 20% bis 30% der Gesamtkreditsumme.
Einkommenssteuererklärung
Schriftliche Erklärung eines steuerpflichtigen Bürgers an den Staat bezüglich seines Einkommens. (Durch die Steuererklärung wird die individuelle Einkommensteuer berechnet.)
Einlagensicherung
Jedes Kreditinstitut, das in Österreich Einlagen entgegen nimmt, muss diese sicherstellen und einer so genannten „Einlagensicherung“ im Rahmen des jeweiligen Fachverbandes angehören. Jeder Sparer ist mit maximal 100.000 Euro pro Bank abgesichert. Zweigniederlassungen von Banken aus anderen EU-Staaten unterliegen zumindest dem Sicherungssystem des jeweiligen EU-Landes.
Emission einer Aktie
Erstmalige Ausgabe eines Wertpapiers an der Börse.
Emittent
Ein Unternehmen, das Wertpapiere ausgibt.
EONIA
(Euro OverNight Index Average) = Durchschnitt der Zinssätze für kurzfristige Zwischenbankausleihungen im Euro-Raum
Erlagschein (alt)
Schriftliche Zahlungsanweisung. Mittels Eingabe der Personendaten, Unterschrift, Bankleitzahl und Kontonummer wird eine bargeldlose Transaktion vom Eigentümerkonto auf das Empfängerkonto überwiesen.
Erlagschein (neu)
Schriftliche Zahlungsanweisung. Mittels Personendaten, Unterschrift, BIC und IBAN wird eine bargeldlose Zahlungstransaktion ermöglicht.
Erlebensversicherung
Um in den Genuss der Versicherungsleistung zu kommen, muss der Versicherte den vorab vereinbarten Zeitpunkt erleben. Stirbt er vorher, kann vertraglich eine Geldleistung vereinbart sein. Wenn nicht, dann verfallen die bezahlten Leistungen. Nähere Informationen
Euribor
Euro Interbank Offered Rate = Zinssatz zwischen den europäischen Banken für Termingelder mit einer Laufzeit von 1 Woche bis zu 12 Monaten. Er ist meist die Grundlage für Spar- und Kreditzinsen.
Festgeld
Termineinlage, gebundenes Kapital. Der Anleger stellt einem Kreditinstitut einen Betrag für eine bestimmte Laufzeit zu fixen Bedingungen zur Verfügung.
Financial Leasing
Längerfristige Vermietung von Investitionsgütern
FMA
Finanzmarktaufsichtsbehörde, zuständig für die Banken-, Versicherungs-, Wertpapier- und Pensionskassenaufsicht.
Fremdwährungskredit
Ein Kredit, der in einer ausländischen Währung abgeschlossen wird um von dem niedrigeren Zinssatz des Landes zu profitieren. Das Risiko eines schwankenden Wechselkurses ist hoch. Besonders beliebt waren Schweizer Franken oder Japanischen Yen.
Fruchtgenussrecht
Erlaubt dem Berechtigten, eine fremde Sache samt ihrem Ertrag zu nutzen.
Fusion
Zusammenschluss von Unternehmen
Gehaltskonto
Meist ein Girokonto, auf das monatlich das Gehalt überwiesen wird.
Gemeinschaftskonto
Lautet auf zwei oder mehrere Personen, die entweder nur gemeinsam („und-Konto“) oder getrennt („oder-Konto“) verfügen können.
Genussschein
Urkunde über die Einräumung eines Genussrechtes.
Gewinnausschüttung
Auszahlung des anteilsmäßigen Gewinns. Bei Aktien ist das die Dividende.
Girokonto
Konto zur Abwicklung des Zahlungsverkehrs
Gläubiger
Berechtigt zur Forderung einer Leistung vom Schuldner
Grundbuch
Ein öffentlich geführtes Verzeichnis sämtlicher Grundstücke in dem die Eigentumsverhältnisse, Hypotheken (Belastungen) etc. eingetragen sind.
Handelsbilanz
Die volkswirtschaftliche Gesamtbilanz aller Außenhandelsaktivitäten, also die Summe der Exporte abzüglich der Importe.
Hypothek
Pfandrecht an einem Grundstück. Sie dient zur Absicherung eines Kredites.
IBAN
International Bank Account Number. Weltweit gültige Bankkontonummer mit maximal 34 Stellen. Seit der Einführung des SEPA Systems für Überweisungen im Jahr 2008 werden die Bankleitzahl und die Kontonummer schrittweise von BIC und IBAN Eingaben abgelöst.
Illiquidität
Zahlungsunfähigkeit
Indexanpassung
Auch Wertanpassung genannt. Dient z.B.: zur Wertsicherung des Mietzinses. Der Mietzins ist im Mietvertrag meist an den Verbraucherpreisindex gekoppelt und steigt bzw. fällt mit diesem.
Inflation
Geldentwertung. Ein allgemeiner und kontinuierlicher Preisanstieg verursacht eine reale Abwertung des Geldes. Die Kaufkraft sinkt. Man kann sich also mit dem gleichen Eurobetrag weniger Produkte und Dienstleistungen kaufen.
Inkassobüro
Ein Unternehmen, das Gläubiger bei der Eintreibung ihrer Forderungen unterstützt. Zur Beauftragung eines solchen Dienstleistungsunternehmens muss jedoch eine rechtliche Grundlage vorhanden sein.
Insolvenz
Zahlungsunfähigkeit eines Unternehmens, aber auch einer Privatperson (Privatinsolvenz). Der Betroffene kann seine Zahlungen nicht mehr leisten.
Internationaler Währungsfond (IWF)
Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Schwesternorganisation der Weltbank-Gruppe. Hauptaufgaben sind die internationale Zusammenarbeit bei der Währungspolitik zu fördern, zur Stabilisierung von Wechselkursen beizutragen und den laufenden internationalen Zahlungs- bzw. den freien Devisenverkehr von staatlichen Beschränkungen freizuhalten.
Investor
Anleger
IPO
Initial public offering, erstmalige öffentliche Offerte einer Aktie an der Börse.
Kapitalgesellschaft
Eine eigene Rechtspersönlichkeit Beispiele: Juristische Person, die durch ihre Organe handelt, aber selbst rechtsfähig ist. Beispiele dafür sind die GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) sowie die AG (Aktiengesellschaft).
KESt
Kapitalertragsteuer. Die Steuer auf den Zinsertrag von erspartem Vermögen beträgt 25%. Für ihre Abführung an das Finanzamt ist die betreffende Bank zuständig.
Konto
Stammt ursprünglich vom italienischen „Conto“ (= Rechnung) und ist heute ein anderer Ausdruck für eine Bankverbindung.
Kontokorrentkredite
Kurzfristige Kredite in laufender Rechnung über das Girokonto (=Kontokorrentkonto). Dienen zur Überbrückung temporär erhöhten Geldbedarfs. (Minus/Dispo am Girokonto)
Kredit
Der Geldbetrag, der bei der Fremdfinanzierung dem Kreditnehmer überlassen wird. Dieser Betrag ist samt Zinsen und anfallenden Gebühren wieder zurückzubezahlen.
Kreditgeber
Ein Unternehmen oder eine Person, die Kredite vergibt.
Kreditgewährung
Eine Kreditgewährung besteht dann, wenn die Bonität des Kreditnehmers positiv überprüft und ein Kredit genehmigt wurde.
Kredithai
Kreditgeber, der Geld zu exorbitant hohen Zinsen verleiht (Sittenwidrige Kreditvergabe).
Kreditkarte
„Bargeldloses Zahlungsmittel“. Unterschied zur Bankomatkarte liegt darin, dass die Abbuchung der Zahlungen bis zu mehreren Wochen im Nachhinein (hängt vom Kreditkarten-Anbieter ab) erfolgt. Eine Abhebungen beim Bankomaten ist nicht empfehlenswert, da eine relativ hohe Gebühr für Bargeldabhebungen vom Kreditkartenunternehmen verrechnet wird. Die Kartenumsätze werden dann über das Girokonto abgerechnet.
Kreditnehmer
Jemand, der einen Kredit in Anspruch nimmt.
Kreditvolumen
Umfang der Kreditleistung von Banken an Nichtbanken oder auch die gesamte in einer Volkswirtschaft vorhandene Kreditmenge.
Kreditwürdigkeitsprüfung
Das Überprüfen der Bonität eines potenziellen Schuldners durch das Kreditinstitut (Einkommen, Vermögen, Zahlungsfähigkeit).
Kreditzinsen
Zinsen, die der Kreditnehmer für die Bereitstellung eines Geldbetrags zu zahlen hat.
kumulativ
Anwachsend, steigernd, sich anhäufend.
Kursgewinnsteuer
Anderer Ausdruck für die Wertpapier-KESt, die seit Jahresbeginn 2011 in Österreich eingehoben wird. Dabei müssen Anleger 25% ihrer Kursgewinne aus Aktien, Investmentfonds oder Zertifikaten als Steuern abführen.
Lastschrifteinzug
Bargeldlose Transaktion, die vom Empfänger initiiert wird. Der Zahlungsempfänger belastet das Konto des Inhabers. Voraussetzung ist eine vom Kontoinhaber unterzeichnete Einverständniserklärung.
Leasing
Vermietung oder Verpachtung von Wirtschaftsgütern (am bekanntesten: Autoleasing)
Lebensversicherung
Kapitalbildendes Vorsorgemodell. Die Lebensversicherung stellt bei bestimmten Ereignissen oder vereinbarten Terminen (z.B.: Pensionsantritt, Tod) eine bestimmte Kapitalsumme bereit. Die Auszahlung erfolgt einmalig oder als Rente.
Leitbörsen
Die Börsen, deren Werte global von großer Bedeutung sind. Zu ihnen zählen die Börsen in Tokio, Frankfurt, London und New York.
Leitzinserhöhung
Bei einer Anhebung des Leitzinses kommt es zu Veränderungen bei den Spar- und Kreditzinsen der Banken. Wenn der Leitzinssatz erhöht wird, bedeutet dies meist Vorteile für Sparer und Anleger durch höhere Zinsen, gleichzeitig jedoch einen Verlust bei Kreditnehmern.
Leitzinssatz
Zinsen, zu denen Zentralbanken den Kreditinstituten Geld zur Verfügung stellen. Der Zinssatz wird von der zuständigen Zentralbank festgelegt (z.B. EZB). An der Veränderung des Leitzinssatzes orientieren sich die Zinssätze der Banken gegenüber Konsumenten und Unternehmen.
Liquidität
Zahlungsfähigkeit
Lombardkredite
Kurzfristiges Darlehen gegen Verpfändung einer beweglichen Sachen (im Gegensatz zu Immobilien). Grundlage des Kredites ist der Wert und die Verwertbarkeit des Pfandes.
Mahnung
Zahlungsaufforderung zur Begleichung einer Schuld. Der Schuldner kommt so in Verzug.
Marge
Handelsspanne zwischen Ein- und Verkaufspreis. Sie macht den Gewinn aus.
Nominalzinssatz
Reine Zinsen für den Kreditbetrag. Sämtliche Nebenkosten, wie Bearbeitungsgebühren, sind nicht enthalten.
Normverbrauchsabgabe (NoVa)
Vom Verbrauch abhängige Abgabe, die fällig wird, wenn ein Fahrzeug erstmals für den Verkehr zugelassen wird.
Notenbank
Anderer Name für Zentralbank. Sie ist mit den Aufgaben der Geldpolitik betraut und verfügt über ein Monopol bei der Bargeldausgabe. Beispiele für nationale Notenbanken sind die OeNB (Österreichische Nationalbank), die Bank of England, die Federal Reserve Bank oder die Deutsche Bundesbank. Auf übernationaler Ebene besteht im Euro-Raum das Europäische System der Zentralbanken mit der Europäischen Zentralbank und den nationalen Notenbanken.
Obligo
Verbindlichkeit
Operational Leasing
Unter Einhaltung einer Frist ist die Kündigung durch beide Vertragspartner jederzeit möglich.
p.a.
Per anno, pro Jahr
Panel Banken
Insgesamt 57 Banken, die sich durch eine aktive Teilnahme am Euro-Geldmarkt auszeichnen, übermitteln täglich die Zinsen für Tagesgeld an die EZB, die darauf basierend den EONIA berechnet.
Partizipationsscheine
Inhaber hat Anteil am Gewinn, aber kein Stimmrecht.
Pfandbrief
Eine Anleihe, die von einer Pfandbriefbank ausgegeben wird. Der Gläubiger genießt besonderen Schutz im Insolvenzfall, da die Pfandbriefe meist durch real vorhandene Immobilien abgesichert sind.
Portfolio
Wertpapierbestand eines Investors.
Pouvoir
Vollmacht über finanzielle Mittel, meist die Höhe der an einen Mitarbeiter einer Bank verliehene Kompetenz zur Kreditvergabe.
Private Equity
Privates Beteiligungskapital. Finanzierung von Unternehmen, die nicht an der Börse notieren, mit Eigenkapital. Der Investor profitiert als Eigenkapitalgeber vom Unternehmenserfolg.
Private Equity Fonds
Bündelung von privatem Beteiligungskapital mit dem Ziel, möglichst gewinnbringend in nicht börsennotierte Unternehmen zu investieren.
Prokura
Umfassende Handelsvollmacht
Rahmenkredit
Abrufkredit. Banken vergeben an den Kreditnehmer einen bestimmen Kreditrahmen (meist zwischen 5.000 und 25.000 Euro). Der Kreditnehmer kann bei Bedarf über Teilbeträge oder auch über den gesamten eingeräumten Kreditrahmen verfügen. Ein Rahmenkredit dient in der Regel zur Überbrückung kurzfristigen Finanzierungsbedarfs und kann beliebig oft beansprucht und zurückgeführt werden.
Ratenkredit
Die gewährte Kreditsumme wird in Teilbeträgen, den Raten, zurückbezahlt.
Ratingagentur
Privates Unternehmen, das die Kreditwürdigkeit eines Staates, Unternehmens oder einer Privatperson überprüft. Die Bonität wird in Buchstabencodes ausgedrückt. Die höchste Bonität ist meist die Bewertung AAA, D steht für Zahlungsunfähigkeit. Die größten Ratingagenturen sind die US amerikanischen Ratinghäuser Standard & Poor´s und Moody´s
Rembourskredit
Finanzierung von Import– und Exportgeschäften.
Restschuldversicherung
Unterart der Lebensversicherung, die bei Tod, Arbeitsunfähigkeit, und / oder Arbeitslosigkeit (Achtung: Details vertraglich regelbar!) die Bezahlung der Kreditraten übernimmt bzw. den offenen Kredit vollständig tilgt. Sie ist eine zusätzliche Absicherung des Kreditgebers und schützt aber auch den Kreditnehmer bei finanziellen Engpässen bzw. dessen Erben im Todesfall.
Risiko Management
Aktive Steuerung des Risikos, sowohl bei der Führung eines Unternehmens als auch bei der Auswahl von Veranlagungsformen.
Risikostreuung
Diversifizierung. Möglichst viele Anlageformen (mit hohem oder geringem Risiko) werden in einem Finanzierungsportfolio zusammengestellt. Damit das Risiko der Wertminderung „gestreut“ wird.
Risikoversicherung
Ablebensversicherung, die nur bezahlt, wenn der Versicherte während der Laufzeit stirbt. Sie wird meist zur Absicherung eines Kredites abgeschlossen.
Saldo
Differenz zwischen der Soll - und Habenseite eines Kontos. (Begriff aus der Buchhaltung). Bezeichnet auch den Kontostand.
Schenkung
Vermögensübergabe ohne Entgelt.
SEPA
Single Euro Payments Area. Bezeichnung für den einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum.
Shareholder
Aktionär. Aktien-Besitzer. Anteilseigner am Unternehmen.
Soll / Haben
Begriffe aus dem Rechnungswesen der Betriebswirtschaft, mittels dessen die zwei Seiten eines Kontos bezeichnet werden: Aus Unternehmenssicht bezeichnet „Soll“ die Einzahlungen und “Haben“ die Auszahlungen. Aus Kundensicht gesehen ist die Lage umgekehrt: "Soll" sind die Auszahlungen und "Haben" bezeichnet die Einzahlungen.
Sollzinssatz
Zinssatz, der für die Zurverfügungstellung des Kapitals verrechnet wird. Ist er variabel, wird er an die Marktentwicklung angepasst, abhängig von der vertraglichen Regelung.
Sparzinsen
Vergütung der Bank für die Zurverfügungstellung von Geld.
Spekulant
Marktteilnehmer, der seinen Gewinn maximieren möchte und dabei bereit ist, erhöhte Risiken einzugehen. Meistens abwertend gebraucht.
Staatsanleihe
Von einem Staat, Bund oder Ländern ausgegebene Anleihen.
Stakeholder
Anspruchsgruppen/Personen. Diese Gruppen oder Personen sind von der Unternehmenstätigkeit direkt oder indirekt betroffen, z.B. Mitarbeiter, Zulieferer, Kunden.
Täglich fällig
Keine Bindungsfrist. Über das ersparte Kapital kann jederzeit verfügt werden.
TAN
Transaktionsnummer. Gilt als einmaliges Passwort, das meist beim Onlinebanking eingesetzt wird. Meist besteht ein TAN aus einer Kombination aus Buchstaben und Ziffern und wird im Bedarfsfall einzeln per SMS oder als Liste mit mehreren TANs per Post an den Onlinebanking Kunden gesendet.
Überweisung
Die bargeldlose Übertragung von Geld zwischen verschiedenen Konten.
Umschuldung
Neuordnung der Finanzierung. Häufig werden dabei mehrere Kredite zu einem gebündelt oder wegen günstigerer Konditionen von einer Bank zur anderen übertragen.
Umschuldungskredit
Mehrere Kredite werden zu einem einzigen Kredit gebündelt. Siehe auch Umschuldung.
Valutatag
Der Tag, an dem der Geldbetrag auf dem Konto für den Inhaber auch verfügbar ist. Früher gab es eine Differenz zwischen Buchung und Wertstellung. Das Zahlungsdienstegesetz schreibt nun vor, dass die Wertstellung am Tag der Überweisung erfolgen muss.
Veräußerung
Übertragung einer Sache oder eines Rechtes auf eine andere Person.
Versicherung
Prinzip der kollektiven Risikoübernahme. Viele zahlen in einen Topf ein (=Versicherungsbeitrag), und im Schadensfall wird aus dem Gesamtbetrag die monetäre Leistung zu Schadensbehebungen entnommen.
Vorzugsaktie
Aktie, die dem Inhaber eine bevorzugte Behandlung einräumt, z. B. bei der Gewinnbeteiligung.
Wechselkurs
Der Wert einer Währung in einer anderen Währung ausgedrückt (z.B.: 1 Euro ist XY Schweizer Franken wert).
Weltbank
Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung.
Wohnbauförderung
Die Länder (nicht der Bund) gewähren Liegenschaftseigentümern (wenn es sich dabei um den Hauptwohnsitz handelt) ein besonders günstiges Darlehen (mit sehr geringen Zinsen), helfen mit Annuitäten- und Zinsenzuschüssen bei der Rückzahlung eines Kredites oder geben einen einmaligen, nicht rückzahlbaren Baukostenzuschuss.
Zahlungsterminal
Gerät um bargeldlosen Einkauf via Bankomat- oder Kreditkarte abzuwickeln.
Zertifikate
Schuldverschreibungen, deren Wertentwicklung von dem Erfolg oder Misserfolg anderer Finanzprodukte abhängt. Keine feste Verzinsung, sondern Beteiligung am Börsengeschäft.
Zinseszins
Wenn man die erwirtschafteten Zinsen nicht behebt, sondern am Sparbuch belässt, dann werden diese wiederum verzinst. Das ist dann der Zinseszins.
Zinsklausel
Sie gibt die Höhe des Zinssatzes oder das Kriterium für seine Bestimmung an.
Zinssatz
Ein in Prozent ausgedrückter Preis für die Überlassung von Kapital.
Danke!
Vielen Dank für deinen Beitrag. Sobald ihn unsere Redaktion überprüft hat, wird er freigeschaltet. Hab Verständnis, dass wir Duplikate und falsche Einträge nicht aufnehmen können, damit das Geld-Lexikon so einfach und übersichtlich wie möglich bleibt.
